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Gartenarbeiten im Februar – Tipps und Ratschläge für Ihren Garten

Liebe Gartenfreunde,

den Januar haben wir im neuen Jahr bereits fast hinter uns gelassen. Tatsächlich gab es auch Frost und Schnee, so dass Gartenarbeiten auch einmal nur in der bevorstehenden Planung erfolgen konnten. Möglicherweise, indem Sie sich Gedanken über zukünftige Projekte gemacht haben oder im Keller und Gartenhaus den Zustand von überwinternden Kübelpflanzen überprüft haben, oder auch mit der Pflege oder Instandsetzung von Gerätschaften und Werkzeugen beschäftigt waren.

Kübelpflanzen und zu überwinternde Sommerblumen wie Geranien, Fuchsien, sowie exotische Zierstämmchen etc. sollten regelmäßig kontrolliert werden. Trockene oder schimmlige Blätter werden aus den Pflanzen gesammelt, sofern sie sich noch an der Pflanze befinden. Die wenige aber dennoch regelmäßige Wassergabe der Topfballen sollte überprüft werden, damit die Pflanzen trotz Winterruhe nicht vertrocknen. Achten Sie auf Schädlingsbefall wie Milben oder Blattläuse, die sich auch im Winter auf überwinternden Pflanzen vermehren und die Pflanzen schwächen können. Rechtzeitige Abhilfe durch Abbrausen der Pflanzen oder auch die gezielte Behandlung ist dann erforderlich, um die Pflanzen vital zu halten, bis diese wieder ab April-Mai an die Sommerplätze im Garten gestellt werden können.

Die Werkzeuge stehen bereit, um alsbald wieder eingesetzt zu werden. Gartenscheren, Astkneifer und Sägen können sicherlich schon einmal geschärft und geölt werden, da im Februar bei frostfreien Temperaturen Schnitt- und Sägearbeiten an Obstbäumen, Sträuchern und Ziergehölzen vorgenommen werden können. Sie befinden sich jetzt in der Ruhephase. Im laublosen Zustand können die Baumkronen und Triebe von Sträuchern gut erkannt werden, um jetzt Auslichtungs- und Einkürzungsschnitte vorzunehmen. Bei zu dicht oder doppelt stehenden Trieben, werden entsprechende überflüssige Triebe komplett aus der Krone rausgenommen. Einzelne länger geschossene Triebe können durchaus stehen bleiben. Sie können im März mithilfe von Bindematerial vorsichtig waagerecht aus der Krone herausgebunden werden. Sie werden zu neuen Fruchttrieben. Ältere, dichte und auch teils verwachsene oder beschädigte Astpartien können mit einer kompakten Säge komplett aus der Baumkrone herausgenommen werden. So verjüngt sich der Baum, die neuen Triebe haben Licht und Luft und nehmen später den Platz in der Baumkrone ein. Mit einer regelmäßigen Rotation durch Schnitt wird der Obstbaum vital und wüchsig gehalten, um auch gewünschten Ertrag zu bringen. Das anfallende Schnittgut muss nicht zwangsläufig restlos entsorgt werden. Stabile, gerade Triebe können im kommenden Sommer als Staudenstützen etc. verwendet werden. Kleinere Äste können gestapelt in Ecken des Gartens zwischen Sträucher gelegt werden, um Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten oder als Nisthilfe von Vögeln genommen werden. Mit der Zeit lösen sich diese Triebe auf, können später dann noch kompostiert werden. So besteht der Kompost nicht nur aus kleinen, feinen Schalen und Blättern, sondern bekommt zur Durchlüftung etwas Struktur. Er kann atmen und nässt nicht durch. Für die Verrottung des Komposts ist das wichtig.

Je nach Wetterlage kann auch im Februar der Kompost bearbeitet werden. Zum einen kann noch nicht fertiger Kompost umgeschichtet werden, von einer Stelle auf die andere daneben. Das obere, noch nicht verrottete Material kommt dabei nach unten, verrottetes Material kommt nach oben. Fertig durchgereifter Kompost kann durchgesiebt werden, um feine, gleichmäßige Komposterde zu erhalten. Diese kann dann auf dem Gemüsebeet verteilt werden oder um Obstbäume und Sträucher ausgebracht und eingearbeitet werden. Grobe und noch nicht vollständig verrottete Pflanzenteile wandern zurück auf den Kompost und verrotten weiter, bis auch die sich zersetzt haben. 

Bei frostfreiem Wetter kann begonnen werden, Hortensien und Rosen auszuschneiden. Bei Rispen- und Strauchhortensien (Hydrangea paniculata) kann regelmäßig ein kompletter starker Rückschnitt aller Triebe erfolgen. Trockene und zu dichtstehende, sowie schwächer entwickelte Triebe werden komplett aus der Pflanze rausgeschnitten. Diese Art Hortensien blüht an einjährigen Trieben im Spätsommer und Herbst und wächst mit neuen, stabilen Trieben von Frühjahr bis Sommer heran, um dann ihre volle Blütenpracht zu entfalten. Die klassischen Ball- oder "Bauern"hortensien (Hydrangea macrophylla) hingegen sollten hingegen nicht oder nur mit äußerster Vorsicht zurückgeschnitten werden. Hier sind die Blütenknospen bereits an den Trieben des Vorjahres angelegt. Hier können jetzt ausschließlich trockenen Blütenstände vom Vorjahr weggeschnitten werden. Die neu gebildeten Knospen bleiben stehen. Mit zunehmenden Alter der Sträucher werden diese zunehmen immer größer und breiter. Ein Verjüngungsschnitt ist aber auch bei Bauernhortensien möglich. Nach einem radikalen Rückschnitt wird die diesjährige Blüte dann aber weitestgehend ausfallen, da sich erst neue Triebe mit Blütenknospen an den Triebspitzen bilden müssen. Im nächsten Jahr ist dann wieder mit Blütenständen auf verjüngten Pflanzen zu erwarten.

Rosen können bereits jetzt bereits zurückgeschnitten oder ausgelichtet werden, wenn es die Witterung zulässt. Zu lange Triebe, ggf. noch vorhandene Hagebuttenstände und altes Laub wird entfernt. Bei Kletter- Strauch-  oder auch bei Bodendeckerrosen ist dies jetzt gut möglich. Der eigentliche "Feinschnitt" bei Rosen - insbesondere bei Beet- und Edelrosen erfolgt jedoch erst zum Zeitpunkt der Forsythienblüte. Diese sind ein idealer Anzeiger dafür, dass es zuverlässig wärmer wird und keine stärkeren Fröste mehr zu erwarten sind.

Gegen Ende des Monats werden bei schnee- und frostfreier Witterung die Gräser und noch stehengebliebenen Stauden zurückgeschnitten und ausgeputzt, damit diese sauber für den erneuten Austrieb im Frühjahr vorbereitet sind. Das Schnittgut von Stauden und Gräsern ist so fein, dass es problemlos auf den Kompost kann.

Ebenso können jetzt auch Stauden geteilt, verjüngt und umgesetzt werden. Auch bei Ziersträuchern können zu deren Vermehrung Steckhölzer geschnitten werden. Die Triebe werden auf Scherenlänge (ca. 20 cm) geschnitten. Diese sollten mindestens 2 Knospenpaare besitzen. Etwa zur Hälfte werden diese mit einem Knospenpaar in den gelockerten, aufbereiteten Erdboden gesteckt, ein Knospenpaar schaut raus. Einmaliges Angießen gibt Bodenschluss, so dass sich die Steckhölzer bewurzeln können. Hierfür eignen sich beispielsweise unproblematische Gartensträucher wie Weigelie, Forsythie, Jasmin, Kolkwitzie, Zierjohannisbeere oder auch Spireen.

Bevor die Vögel wieder aktiv werden und zu nisten beginnen, sollten jetzt vorhandene Nistkästen in Augenschein genommen werden. Reinigen Sie die Kästen von altem Nistmaterial, Kot, etc. Nach dem Ausbürsten können die Kästen je nach Zustand auch einmal mit heißem Wasser ausgespült und anschließend bei leichter Wärme im Haus langsam wieder getrocknet werden. So werden auch noch mögliche vorhandene Milben abgetötet und Kotreste leichter gelöst. Kontrollieren Sie die Kästen auf ihre Funktionstüchtigkeit und hängen Sie wieder an passender Stelle auf, idealerweise auf etwa 2 bis 3 Meter Höhe, so dass Katzen und Marder, etc. sie aber nicht erreichen können.