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Pflanzung von Weinreben

Vor dem Pflanzen zu beachten:

  1. Nur veredelte Reben verwenden, z. B. alle Sorten aus unserem Shop.
  2. Robuste, pilzfeste Sorten bevorzugen, frühreife Sorten für kühlere Lagen.
  3. Standort der ersten Wahl: wind- und frostgeschützt, warm und sonnig, gern an einer Hauswand auf der Südwest-Seite.
  4. Der Boden sollte wasserdurchlässig, locker (umgraben!) und tiefgründig warm sein. Saure und neutrale Böden entsprechend aufkalken.
  5. Pflanzzeit ist von Frühjahr bis Herbst, da Wein im Topf angeboten wird.

Pflanzung und Pflanzschnitt

  1. Ein Rankgerüst installieren.
  2. Pflanzloch ca. 40 cm tief ausheben. (siehe Abb. 1)
  3. Den Erdaushub 1:1 mit humosen Substrat, z.B. Kompost mischen.
  4. Kalk und organischen Dünger, z.B. Hornspäne beigeben. (kein Mineraldünger!)
  5. Den Topf vorsichtig entfernen, Ballen aufrauen und gründlich wässern.
  6. Den Topfballen in das, mit dem Humus-Erd-Gemisch ausgestreute, Pflanzloch stellen. Dabei wird die Pflanze in Richtung Rankhilfe schräg gestellt. Wichtig: die Veredelungsstelle befindet sich ca. drei Finger breit über der Erde. Das bedeutet, dass die Unterlage fast ganz in der Erde verschwindet!
  7. Das Pflanzloch vorsichtig mit dem Humus-Erd-Gemisch auffüllen, gut einschlämmen.
  8. Veredelungsstelle mit Gartenerde anhäufeln.
  9. Bei der Frühjahrspflanzung zuletzt den Rebentrieb auf 2 Augen zurückschneiden. (siehe Abb. 2) Bei belaubten Pflanzen den Schnitt erst im nächsten Frühjahr durchführen.

Abb. 1 Pflanzung einer Weinrebe Abb. 2 Pflanzschnitt für Wein

Pflege von Weinreben

Schnittzeitpunkt:

Jährlich bei frostfreiem Wetter von Januar bis März vor Anschwellen der Knospen.

Pflege im 1. Standjahr:

Der Trieb wird fortlaufend angebunden mit dem Ziel, eine möglichst große Wuchshöhe zu erreichen. Nebentriebe werden kurz gehalten. (Abb. 3)

Abb. 3 (1. Schnittführung, 2. Neuaustrieb)

Schnitt im 2. Standjahr:

Den Haupttrieb auf gewünschte Stammhöhe zurück schneiden, i.d.R. 0,6- 1,0 m (Abb. 4). Auch höhere Stämme sind möglich. Aus den oberen 2 Augen wachsen nun die Triebe hervor, die im darauf folgenden Jahr die Tragreben bilden.

Weiter unten stehende Augen werden nach dem Austrieb ausgebrochen. Das gerade, starke Wachstum wird dadurch gefördert, dass die Rebe hochgebunden wird und Seitentriebe, die aus den Blattachseln herauswachsen, entfernt werden.

Abb. 4 (1. Schnittführung, 2. Neuaustrieb)

Schnitt im 3. Standjahr:

Einer der im vorausgegangenen Jahr gehegten Triebe wird auf 6-8 Augen eingekürzt, der andere auf 2 Augen (Zapfen) (Abb. 5).

Mit der langen Rebe formt man einen leichten Bogen und bindet sie am Spanndraht fest. An dieser gebogenen Rebe kann man die erste Ernte erwarten.

Jedes der hier austreibenden Augen bringt eine, zwei oder auch drei Trauben hervor.

Abb. 5 (1. Schnittführung, 2. Neuaustrieb)

Schnitt im 4. Standjahr:

Zwei der nahe am Stamm stehenden Reben, am besten die, die aus dem Zapfen hervorgegangen sind, bilden die Tragreben dieses Jahres (Abb. 6). Sie werden eine rechts und eine links, in einem Bogen auf den unteren Draht herunter gebunden.

Und wieder bleibt ein Zapfen stehen, aus dem die Tragrebe für das kommende Jahr gewonnen wird. Die alten Bögen des Vorjahrs mit den darauf stehenden Reben werden ganz weg geschnitten.

Abb. 5 (1. Schnittführung, 2. Neuaustrieb)

Mit diesem Grundmuster von Tragreben und Zapfen kann der Weinstock in den folgenden Jahren um eine zweite Etage erweitert werden (Abb. 7).

Abb. 7

Tipp:

Wer bestrebt ist, eine Wand oder eine Spaliervorrichtung möglichst schnell grün zu kleiden, muss wissen, dass der Weinstock ohne den zügelnden Rückschnitt seine Wuchskraft schnell erschöpft. Er bringt dann zwar eine Unmenge an Trauben hervor, die aber kleiner und unterentwickelt bleiben.

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